Wir haben es nicht „rübergebracht“

von Gerhard Wiedl:

Wenn seit dem 24.September 2017 ab 18.05 Uhr ein Politiker oder eine Politikerin zum Wahldebakel der eigenen Partei befragt wird und ihm/ihr eine Flüstertüte vor den Mund gehalten wird, so müsste ER,SIE, ES ehrlicherweise rein kotzen, was aber meistens raus gewürgt wird ist ein: „Wir haben es nicht richtig rübergebracht“ oder „Wir haben unsere Erfolge nicht ausreichend kommuniziert“ oder „wir haben unsere Position nicht deutlich genug vermittelt“.
Dabei ist doch nicht zu übersehen, dass die SPD in vielen Punkten der Koalition ihren Stempel aufgedrückt hat: Beispielsweise bei der Einführung eines Mindestlohnes von 8,50 €, die gesetzliche Frauenquote von 40 % in börsennotierten Unternehmen, dem Netzausbau, einer Novellierung Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), einer Pflegereform, dem Elterngeld Plus, dem Ausbau von Kindertagesstätten, der Einführung einer Mietpreisbremse, und vieles mehr. Leider aber auch die Agenda 2010.
War es wirklich nur ein „Kommunikationsproblem“, dass die Wähler, unter ihnen angestammte und eingefleischte SPDler, der Partei den Rücken gekehrt und sie dermaßen abgestraft haben? Das passierte aber auch der CDU der CSU und auch der „Die Linke“ und reflexartig war die Antwort auf alle Fragen…na sie wissen es schon… „ wir haben es nicht geschafft dem Wähler unsere Politik nahe zu bringen“.
Deswegen naht ja auch Nahles… die Pipi Langstrumpf aus der Vulkaneifel.
Der Wähler war es…der Dumme…-also Sie und Ich und Es- wir waren und sind einfach zu blöd unser Kreuz dort zu machen, wo es den Politikern und Politikerinnen am liebsten wäre. Und jetzt haben Sie den Salat- den „Voter Salad“ und das nur weil wir nicht richtig „gevotet“ haben.
Stimmt nicht ganz: Die Grünen sind ja hoch zufrieden und Herr Tritin verbittet sich ja einen Rechtsrutsch der CDU/CSU, denn sonst ist es aus mit dem “Jamaican Salad“ und dann haben wir den Salat. Aber die Grünen sind ja Gutmenschen- die tun was für die Umwelt- und fahren mit ihren Geländewagen zum Biobauer und sie denken ganz offen und darum sind sie ja auch offen für noch mehr Zuwanderung -keine Obergrenze- denn sonst ist schon vor den Sondierungsgesprächen Schluss mit lustig – noch bevor es überhaupt ernst wurde.
Die FDP – die „Two and a half Man” Partei –stimmt nicht ganz – die „One Man“ Partei oder auch die Partei, die keiner braucht, kann ja ganz zufrieden sein- warum weiß ich nicht- denn bei ihr war es immer so, dass sie sich ein Problem von allen Seiten anschaut und dann wegrennt, hat ja auch eine Obergrenze für die Zuwanderung – zumindest in Betracht gezogen.
Apropos „lustig“-lustig ist doch jetzt schon das Schauspiel in München. Da braut- oder besser da södert- sich was zusammen. Der Bayer ist im Gegensatz zum „Grünen“ Gutmenschen, ja ein Gemütsmensch, der über vieles hinwegsieht, aber über die Alpen kann er halt auch nicht sehen. Was er aber da von Italien und den Asylanten hört, das hat ihn schon beunruhigt und so zog er die Notbremse und hat sich gehörig verwählt. So sieht es zumindest die bayerische Staatskanzlei.
Wenn ich mich verwähle, dann ist am anderen Ende jemand, den ich gar nicht sprechen möchte, der mich nicht kennt und ich ihn auch nicht. Kurz gesagt: Wir haben nichts miteinander zu tun und nichts gemeinsam. Wir sind uns fremd.
Fremd geworden sind sich ja auch „ Die Linke“ und ihre Wähler und Frau Wagenkenecht, die Frau von Herrn Lafontaine-wir erinnern uns oder besser nicht- hat ja zugegeben, dass sich „Die Linke“ in der Frage der Zuwanderung wohl auf der falschen Seite positioniert hatte. Erstaunlich ist allerdings, dass die Wähler in der ehemaligen SBZ – für alle jüngeren- das ist im Osten Deutschlands -die wenigsten Asylanten zu „verschaffen“ hatten, gleichwohl dort die Ablehnung am größten ist. Liebe Brüder und Schwestern – ihr schafft das. Ihr habt schon ganz andere Dinge geschafft und verkraftet. Ihr verkraftet da auch die AfD. Oder? Die Medien haben euch ja bestens informiert über jeden Furz, den die AfD Ober und Unteren gelassen haben, tausendfach aufbereitet, aufgewärmt, kommentiert und wenn‘s nichts Neues gab – wiederholt.
Das streiten die öffentlich-rechtlichen und auch die privaten „Anstalten“ natürlich vehement ab. Journalistische Pflicht nennen die das. Falschverstande Informationspflich nenne ich das. Da gibt es „Talg Schauen“, die sind so gruselig, dass einem schlecht wird. Nicht nur die Gesichter der „Talgenden“ sind immer dieselben, auch die Themen. Steter Tropfen höhlt den Verstand.
Aber das Thema, das alles beherrschte, wurde nie ausgesprochen geschweige denn angesprochen und wenn unsere Kanzlerin (gestrige und morgige) sagte: „Deutschland ist ein starkes Land. (…) Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“(Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, am 31. August 2015 in Berlin zur Flüchtlingskrise.) heute nun sagt: „Ich kann nicht erkennen was wir jetzt anders machen müssten“ (Original-Zitat Frau Merkel nach ihrem Wahldebakel), dann hat sie’s nicht rübergebracht oder…. ich bin einfach zu blöd.

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